Krakau – Polen
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Krakau – Polen

Dieses Mal befand ich mich nicht irgendwo in Asien oder auf einer der Inseln in der Andamanensee wieder, sondern fünf Autostunden nordöstlich von Wien. 760.000 Menschen leben auf einer Fläche von 326,85 km² im südlichen Polen. Die Stadt um die es geht, liegt an der oberen Weichsel, rund 250 km südlich der Landeshauptstadt Warschau. Krakau, war die Stadt in der ich landete und dieses Fleckchen Erde zählte im Jahre 2000 zu Europas Kulturhauptstadt. Früher durfte sich Krakau die Hauptstadt Polens nennen, seit 1989 hat Warschau diesen Platz eingenommen. Polen gehört zur Europäischen Union, dennoch zählt der Euro nicht zur Landeswährung. Zloty nennt sich die Währung und EUR 1,- wird in ungefähr PLN 4,2,- umgerechnet.

Was kann man in Krakau sehen und erleben?

Ich verbrachte drei volle Tage in Krakau. Zuerst ging es gleich direkt zum „Wawel“ und somit einer der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Krakaus. Der Wawel war früher die Residenz der polnischen Könige Krakaus. Von einem Audioguide geführt, sah ich mir Stück für Stück die atemberaubende Kathedrale von innen an. Große Särge, prunkvolle Altäre, vergoldete Statuen, faszinierende Deckengemälde und wunderschöne Wandbemalungen. Leider war es nicht erlaubt, in der Kathedrale zu fotografieren und somit müsst ihr euch mit den Fotos der Außenansicht zufrieden geben.

Typisch polnische Gerichte in Krakau

Nach dieser ausführlichen und vor allem sehr interessanten Führung, ging es zum Mittagessen. Meine erste polnische Mahlzeit bestand aus einer Suppe. Den Namen weiß ich leider nicht mehr, aber ich würde es als Krautsuppe definieren. Anschließend gab es für mich die berühmten Pierogi’s. Dies sind Teigtaschen, die mit allen möglichen Zutaten gefüllt sein können. Ich hatte mich für die traditionelle Art entschieden und ich fand auf meinem Teller Pierogi’s mit Fleischfüllung und mit Topfen-Käse Füllung.

Die Suppe war nicht so meins, aber die Pierogi’s waren eine Gaumenfreude. Außerdem sehr typisch für Polen, ist die Zurek Suppe. Dies ist eine Art Sauermehlsuppe mit typisch saurem Geschmack. In der Suppe schwimmend, fand ich ein hart gekochtes Ei und ein Stück von einer polnischen Wurst. Klingt komisch? Stimmt. Schmeckt aber verdammt gut. 😉 Ach und bevor ich es vergesse, zum trinken bekam ich ein Kompott. Zuerst wunderte ich mich darüber, aber es schmeckte. So wie bei uns Kompott zum Essen, gibt es in Polen Kompott zum Trinken – weniger Früchte, mehr Flüssigkeit.

Das historische Zentrum von Krakau

Jetzt war es an der Zeit für einen kleinen Spaziergang durch das historische Zentrum Krakaus. Ich schlenderte über den Marktplatz auch Rynek Główny genannt, sah mir die römisch-katholische Marienkirche an und bewunderte die Fiaker, die im 19. Jahrhundert erstmals in Krakau unterwegs waren. Etwas, das mir gleich ins Auge stach, war ein kleiner Verkaufsstand mitten im Zentrum, der sogenannte „Obwarzanek“ verkauft. Dies ist eine polnische Backspezialität, die aus Krakau stammt und in Polen landesweit verbreitet ist. Diese Obwarzanek zählt zu den traditionellen Symbolen der Stadt. Diese Spezialität besteht aus Hefeteig und wird meist mit grobkörnigem Salz, Mohn oder Sesam bestreut.

Sehr gut gefallen hat mir das jüdische Viertel, auch Kazimierz (auf deutsch Kasimir) genannt. Dieses Viertel war früher durch einen Seitenarm des Flusses Weichsel, von Krakau getrennt. Damals wohnten dort überwiegend Juden. Es wurde später renoviert und somit ansprechender gemacht. Ich spazierte durch die kleinen Gassen und genoss die nette Atmosphäre der kleinen Bars und Restaurants hinter jeder Ecke.

Marktgeschehen in Krakau

Auf einem Weg durch Krakau in diesen drei Tagen, entdeckte ich auf einem kleinen Platz einen Markt. Dort gab es alle möglichen Stände mit Speisen und Kunst. Ein paar Speisen habe ich für euch fotografiert. Besonders interessant fand ich die Oscypek. Dies ist ein polnischer Hartkäse aus Schafsmilch mit natürlicher Rinde. Dieser Käse wird gepresst und zum Trocknen an der Decke von Berghütten aufgehängt und geräuchert. Er ist elastisch, schmeckt salzig und braucht bis zu drei Monate zum Reifen.

Nun zu meinen letzten Entdeckungen, die ich hier in Krakau gemacht habe und die mich besonders faszinierten.

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Dies ist meine erste Entdeckung. Der Maluch, ein Fiat 126. Was da dahinter steckt? Dieses Gefährt wurde von 1972 bis ins Jahr 2000 hergestellt und war fast ausschließlich in Polen zu sehen. Ein kleines, aber sehr wendiges Auto und trotzdem viel Platz innen. Bis vor einigen Jahren sah man fast nur diese Autos durch die Straßen  düsen. Wenn man jetzt so eine kleine Kutsche entdeckt, ist das eine Seltenheit.

Polnische Besonderheiten

Zudem ist mir aufgefallen, dass sich die Polen unter Autofahrern anders bedanken. Wir in Österreich bedanken uns bei anderen Autofahrern, indem wir die Hand kurz heben. Im Gegensatz dazu, wird in Polen kurz die Warnblinkanlage eingeschalten und somit dem anderen Autofahrer ein Zeichen des Dankes vermittelt.

Hier in Polen lernte ich eine andere Art des nach Hause fahren mit dem Taxi kennen. Du fährst mit deinem eigenem Auto wohin, beschließt dann spontan doch etwas zu trinken? Dann gibt es in Polen die Möglichkeit ein Taxi zu rufen. Dieses kommt mit zwei Fahrern. Einer steigt in dein Auto und du wirst mit deinem eigenem Auto von dem Mann nach Hause gebracht. Der zweite Fahrer folgt einem mit dem anderen Auto. Somit musst du nicht selbst fahren und hast dein Auto am nächsten Tag wieder bei dir vor der Haustüre stehen.

Last but not least: Zapiekanka . . .

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. . . ist ein polnischer Snack, der es mir angetan hat. Sieht vielleicht auf dem Bild unspektakulär aus, schmecken tut es aber sehr. Die Zapiekanka wurde damals zu Ostblockzeiten erfunden und als eine Art Fast Food für das arbeitende Volk angeboten, da es auch eine sehr günstige Snackvariante ist. Und übrigens, die Polen stehen auf Fast Food. 😉 Basis dieses Snacks ist eine halbierte Weißbrotstange die als Basis mit Champignons, kleinen Zwiebelstücken und Käse belegt ist. Es gibt unzählige Arten die Zapiekana weiter belegen zu lassen. Am Schluss kommt das Weißbrot  mit den ausgewählten weiteren Zutaten in den Ofen und wird als warmer Snack serviert.

Soviel zu meinem Krakau Aufenthalt. Es hat mich sehr gefreut euch wiedermal auf einen meiner Trips mitzunehmen. Mir hat Krakau wirklich gut gefallen, das Essen hat sehr geschmeckt und die Menschen waren freundlich. Bis zum nächsten Mal!

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kein Kommentar

  1. Jens

    Hallo Christina,

    da hast du eine super Destination raus gesucht!! Wäre sogar mit gekommen, den Krakau und Polen mich auch interessiert. Muss da auch unbedingt mal hin….

    Liebe Grüße
    Jens

    12. November 2014 Antworten

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Christinas Reise

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