San Francisco – Meine Tipps für die Metropole der Westküste Amerikas
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San Francisco – Meine Tipps für die Metropole der Westküste Amerikas

Es ist später Nachmittag als das Flugzeug auf amerikanischem Boden aufsetzt und wir zu dritt in San Francisco aussteigen. Viele Schauergeschichten habe ich zuvor von den Kontrollen der amerikanischen Flughafenbeamten gehört. Aber zum Glück wurde ich ohne weiteres durchgewunken. Es dämmert und für eine Stadt wie San Franscisco ist ungewöhnlich wenig Verkehr, als uns der Flughafenshuttle zu unserer Unterkunft bringt.

Noch am selben Abend haben wir das Verlangen von irgend einem Winkel der Stadt die Golden Gate Bridge zu sehen. Somit machen wir gleich zu Beginn die Bekanntschaft mit den steilen Straßen der Stadt. Uns geht allerdings trotz guten Schuhen schon nach ein paar Metern die Puste aus. Die Autos parken alle mit den Vorderreifen gegen den Randstein und dies ist gut, sonst gebührt einem eine Geldstrafe in San Francisco. Frische Luft haben wir inzwischen getankt, aber die Golden Gate Bridge haben wir nach einer guten halben Stunde noch nicht zwischen den Häuserzeilen entdecken können. Also entschieden wir uns wieder zurück zu gehen und uns für den nächsten  Tag auszuruhen.

Die Painted Ladies von San Francisco

Am nächsten Morgen machten wir uns auf zu den berühmt-berüchtigten Painted Ladies, die aus dem Vorspann der Serie Full House bekannt sind. Dabei handelt es sich um eine Reihe von mehrfärbig gestrichenen Holzhäusern, die sonst von einem grün bewachsenen Hügel zu bewundern sind. Dort angekommen, standen wir vor einem erdigen Hügel der wegen Umbauarbeiten mit Metallzäunen abgesperrt war. Dies war enttäuschend für mich und somit war’s das mit einem meiner Highlights, auf die ich mich gefreut hatte. Die Painted Ladies waren zwar zu sehen, aber der grün bewachsene Hügel, der dem Ganzen noch mehr Charme verleiht, blieb mir und zahlreichen anderen Besuchern verwehrt.

Wir führten unsere Stadterkundungstour fort und es verschlug uns zur Haight Street , die in der damaligen Hippie-Zeit an Bekanntheitsgrad gewann. Wir spazierten durch die Einkaufsstraße mit kleinen Shops und guten Lokalen, die viel Flair versprüht. Etwas was mir gleich zu Beginn auffiel war, dass in San Francisco an jeder Straßenecke die Straßennamen in den Asphalt geschrieben sind, was definitiv hilfreich für die Orientierung ist.

Auf zur Golden Gate Bridge!

Unser Weg führte uns weiter zum Golden Gate Park, wo wir uns Fahrräder ausborgten und auf diesem Weg den 5 Kilometer langen und 800 Meter breiten Park erkundeten. Dieser Park zählt zu den größten Parks – in einer Stadt – der Welt.

Durchaus gut zu wissen ist, dass Uber-Fahren in den Staaten günstig und stark frequentiert ist. Jetzt war es an der Zeit, uns mehr über einen Teil der Geschichte von San Francisco erzählen zu lassen. Somit hieß der nächste Stopp Golden Gate Bridge. Hier schlossen wir uns einer sogenannten Free Walking Tour an. Die Golden Gate Bridge schmückt seit 1937 das Stadtbild von San Francisco. Zur damaligen Zeit war sie die längste Hängebrücke der Welt und dies für ganze 27 Jahre. Sie ist 2,7 Kilometer lang, 27,5 Meter breit und darf sechs Fahrbahnen ihr Eigen nennen. Die Farbe der Brücke wird als International Orange bezeichnet. Die Brücke kam immer wieder in den Medien zur Sprache, da sie die Zielscheibe für an die 1.200 Selbstmörder war.

Wir hatten an diesem Tag großes Glück mit dem Wetter, da die Brücke ansonsten fast täglich von Nebel umhüllt ist.

Das Hafenviertel von San Francisco

Nach dieser interessanten Tour, gönnten wir uns eine Pause von unserer Stadtbesichtigungstour und fuhren mit dem Bus in Richtung Hafen. Ein Busticket kostet 2,25 USD und ist für drei Stunden gültig. Wichtig zu beachten ist, dass du das Geld für die Busfahrt genau haben solltest, da es kein Wechselgeld gibt. Schließlich landeten wir am Fisherman`s Wharf und ließen uns Pommes mit Knoblauch und Parmesan schmecken, die sich eindeutig zu einem meiner Favoriten herauskristallisiert haben. 🙂

Der Fisherman`s Wharf ist ein Hafenviertel und liegt im Nordosten von San Francisco. Dort entlangzugehen solltest du dir nicht entgehen lassen. Die Gegend wartet mit vielen kleinen Shops und guten Restaurants auf. Und wie einige von euch sicher bereits wissen, haben Häfen für mich im Allgemeinen einen ganz besonderen Charme. Eine nicht zu verachtende Sehenswürdigkeit am Hafen ist mit Sicherheit der Pier 39. Dies ist eine ehemalige Bootsanlegestelle die zu einem Art Rummel umfunktioniert wurde. Hier tummeln sich Souvenir-Läden, Restaurants und ein Karussell. Am vorderen Ende des Piers drängen sich die Besucher an das Holzgeländer. Sie alle wollen einen Blick zu den vielen Seelöwen, die sich dort auf einer schwimmenden Plattform ansiedeln, erhaschen. Wir gönnten uns eine salzig-gefüllte Crêpe und setzten uns zum Sonnenuntergang am Endes des Piers.

Der erste Tag neigte sich dem Ende zu und wir fielen erschöpft ins Bett. Am nächsten Tag entschlossen wir uns eine Free Walking Tour durch die Stadt zu machen. Die Tour startete am Union Square und ist das zentrale Viertel der Stadt. Durch Chinatown zu spazieren sollte auf dem Plan eines Stadtrundgangs stehen, da es eines der größten Chinatowns in den Vereinigten Staaten ist.

Mit dem Cable Car durch San Francisco

Eine der wahrscheinlich berühmtesten „Things to Do“ in San Franciso ist das Fahren mit einem der beiden Cable Cars. Ein Tagesticket für die Cable Cars kostet 20 USD. Es sind insgesamt noch drei Cable Cars erhalten. Bei den Endhaltestellen stehen die Touristen oft Schlange um einzusteigen. Da zahlt es sich aus ein bis drei Stationen die hügeligen Straßen zu Fuß zu gehen. Ist das Cable Car voll, ist bei jeder Station der Fahrer und / oder Ticketkontrolleur dafür zuständig, den wartenden Mitfahrfreudigen auf der Straße einen Platz zuzuteilen.

Wir ließen es uns nicht entgehen, mit dem Cable Car einen Stopp bei der Lombard Street zu machen. Sie ist die kurvenreichste Straße der Welt und der bekannteste Teil der Straße zieht sich über einen Block. Dieser Abschnitt ist die steilste Straße der Stadt.

Nachdem wir unser Cable Car Tagesticket ausgenutzt hatten und in beide Richtungen fuhren, beschlossen wir den Tag mit einer guten Aussicht zum Ende kommen zu lassen. Wir nahmen den Bus von dem  Stadtviertel Castro, dass als Schwulen- und Lesbenviertel bekannt ist. Der Beweis lies nicht lange auf sich warten und wir bekamen, zumeist männliche Pärchen, eng umschlungen oder händchenhaltend zu Gesicht. Unser Weg führte uns mit dem Bus zu den zweithöchsten natürlichen Erhebungen San Franciscos, den Twin Peaks. Die Aussicht war toll, ich machte viele Fotos mit meiner Kamera und der Tag neigte sich dem Ende zu.

So war es höchste Zeit nach zwei Tagen Amerika, endlich einen Burger essen zu gehen.

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Mit dem Mietwagen durch San Francisco

Am dritten und somit letzten Tag in San Francisco, holten wir unser Mietauto ab, dass wir über sunnycars buchten. Die Abwicklung bei der Abholstation verlief schnell und unkompliziert. Und schon ging es los . . . ich saß gleich als Erste am Steuer. Die Straßenschilder sind alle beschriftet, sodass du nicht auswendig wissen musst, was welches Zeichen bedeutet. Es wird rücksichtsvoll gefahren und prinzipiell immer bei Fußgängern oder Radfahrern angehalten. Allgemein ist zu sagen, dass in den USA jeder Staat seine eigenen Straßenverkehrsregeln hat. Was nicht schlecht zu wissen ist, dass die Rechts-Vorrang-Regel gilt. Eine gewöhnungsbedürftige Regelung ist die All-Way Stop Regel in San Francisco. Bei dieser Regel ist eine Kreuzung von allen Seiten mit einem Stoppschild ausgestattet. Dies bedeutet, dass zunächst jeder anhalten muss. Das Fahrzeug, das zuerst stoppt, darf zuerst anfahren. Ein weiterer größerer Unterschied zu unserer Straßenverkehrsordnung ist, dass du dich für eine Fahrspur entscheiden musst. Auf dieser bleibst du dann. Also nicht so wie bei uns, wo ein ständiger Spurenwechsel herrscht. Zu Beginn sind wir einfach die wichtigsten Straßenregeln kurz gemeinsam durchgegangen und schon konnte unser Roadtrip starten. 🙂

Warst du auch schon in an Francisco und wenn ja, was war dein Highlight?

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