Istanbul, ein türkisches Abenteuer
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Istanbul, ein türkisches Abenteuer

Nun heißt es ab nach Istanbul! ich entschied mich für einen Städtetrip für 3 Nächte in die türkische Metropole.

Istanbul – eine Metropole auf 2 Kontinenten

Die Flugzeit beträgt ca. 2 Stunden und von Österreich in die Türkei ist es eine Stunde Zeitverschiebung. Obwohl Istanbul mit rund 14 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei ist, ist dennoch Ankara die Hauptstadt. Diese türkische Stadt wird durch den Bosporus in eine europäische und eine asiatische Seite geteilt. Somit ist Istanbul die einzige Metropole der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet.

Am ersten Tag kamen wir gegen späten Nachmittag in Istanbul an. Mit dabei war eine sehr gute Freundin mit türkischen Wurzeln. Damit wir den Tricks der Taxifahrer entkommen, holte uns ihr Onkel vom Flughafen ab. Wir hatten uns ein preiswertes und noch dazu schönes Hotel im asiatischen Teil von Istanbul gebucht. Von außen war es sehr unscheinbar und kaum als Hotel zu erkennen. Die Zimmer waren sehr gemütlich im Vintage-Stil eingerichtet. Der kleine heimelige Frühstücksraum befand sich im Dachgeschoss mit Ausblick über Istanbul. Damit hatten wir definitiv einen Glücksgriff gemacht.

Unterwegs in den Straßen von Istanbul

Den angebrochenen Tag verbrachten wir mit einer kleinen Erkundungstour zu Fuß. Was mir dabei auffiel, dass es einige streunende Katzen und Hunde gibt. Viele Hunde sind mit Chips im Ohr versehen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie bereits von einem Tierarzt auf Krankheiten kontrolliert wurden. Immer wieder sah ich Männer auf der Straße Hand in Hand gehen oder den Arm um den anderen legen. Mit dieser freundschaftlichen Geste habe ich bereits in Indien und Papua Bekanntschaft gemacht. Abends gingen wir in ein typisch, türkisches Restaurant. Wir wählten von überall etwas aus und jeder griff zu. Den ersten Abend ließen wir in einer einheimischen Shisha Bar ausklingen.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit der Fähre um nur 1,40€ von der asiatischen Seite auf die europäische Seite rüber. Die Fährenfahrt dauerte ca. 15 Minuten und ist gang und gäbe. Mit einem Chai um 0,35 € wärmten wir uns auf. Mit dem Wetter hatten wir den ganzen Aufenthalt über leider kein Glück, da es sehr oft regnete.

Meine Eindrücke von Istanbul

Angekommen auf der europäischen Seiten, stürzten wir uns ins Getümmel. Wir schlenderten durch die Basare, beobachteten die Menschen und machten uns mit der Umgebung vertraut. Dabei fiel mir auf, dass die Türken in Istanbul doch ganz anders sind, wie die Türken, die in Wien leben. Die Türken bei uns in Österreich tragen oftmals ein Kopftuch, sind unfreundlich und manches mal respektlos (das sind meine Erfahrungen und natürlich gibt es immer Ausnahmen!). Hier in der Türkei ist das ganz anders. Ich habe in Istanbul weniger Frauen mit Kopftüchern gesehen als in Wien. Die türkischen Landsleute sind in ihrer Heimat außerdem sehr freundlich und zuvorkommend.

Zwischendurch machten wir immer wieder Zwischenstopps, um uns kulinarisch verwöhnen zu lassen. Am Nachmittag nahmen wir an einer Free-Walking-Tour teil und bekamen so noch einige, schöne Ecken von Istanbul zu Gesicht. Wie zum Beispiel die Sultan-Ahmed-Moschee (in Europa unter Blaue Moschee bekannt), Hagia Sophia, den großen Basar und vieles mehr.

Der Freitag ist ein sehr wichtiger Tag für die Türken und das Gebet hat einen besonderen Stellenwert. Wir hatten das Glück genau zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und konnten ein Gebet mitten am Straßenrand mit ansehen. Der Muezzin ruft fünfmal täglich zum Gebet auf, jeder der möchte kann sich anschließen.

Die gute anatolische Küche in Istanbul

Den ganzen Tag über verwöhnten wir unsere Gaumen mit der anatolischen Küche. Was in der Türkei sehr gerne und viel getrunken wird ist Ayran. Dies ist ein Erfrischungsgetränk das aus Joghurt, Wasser und Salz besteht. Ansonsten wird sehr gerne zu Hauptgerichten normales Joghurt gegessen. Unsere Bäuche bogen sich schon förmlich nach außen von dem vielen Essen. Suppen, Snacks, Chai, Hauptspeisen, Süßigkeiten, . . . alles was wir unterwegs finden konnten, gönnten wir uns: Ein kulinarischer Hochgenuss.

Nachtleben in Istanbul

Nach der großen Stadtbesichtigung und den vielen Essensstopps gingen wir direkt weiter zu einer Party. Es erwartete uns eine türkische Disco mit lauter türkischer Musik und wir mitten drin als einzige Österreicher. Es wurde eine laaannnnggggeeee Nacht und als wir in der Früh zum Hotel gingen, untermalte der Muezzin unseren Heimweg mit seinem klangvollem Gebetsruf der die Muslime zum Gebet aufruft.

Hier in Istanbul erwacht alles etwas später zum Leben als bei uns. Frühstück im Hotel gibt es erst ab 9 Uhr und nicht so wie bei uns ab 7 Uhr. Auch auf der Straße ist erst später etwas los. Dies kam uns recht und wir gönnten uns mehr Schlaf, als bei so einem kurzen Städtetrip üblich ist. Mit der Fähre fuhren wir wieder auf die andere Seite rüber zum Cisterna Basilica. Dies ist ein versunkener Palast, der unter Wasser steht. Nach dieser Besichtigung spazierten wir durch die kleinen Gassen, gingen in stilvolle Schmuckgeschäfte oder bunte Kleidershops die versteckt in den Gassen auf sich warten ließen. Der Tag ging schnell um. Zu guter Letzt schauten wir uns den Galataturm an und genossen von oben die Aussicht über Istanbul bei Nacht.

Ein leckerer letzter Abend in Istanbul

An unserem letzten Abend gingen wir in einen anderen Stadtteil von Istanbul Abendessen. Diesmal eine für uns neue Art, das Essen serviert zu bekommen. Man sitzt bei Tisch und der Kellner kommt immer wieder mit verschiedenen Vorspeisen an den Tisch. Jedes Mal eine Überraschung und keiner weiß, was wir als nächstes bekommen – alles Köstlichkeiten. Irgendwann – schon voll von den Vorspeisen – bekamen wir eine lange Platte auf den Tisch gestellt, mit der Hauptspeise darauf serviert. Fleisch, Gemüse, Soßen, und allerlei gute Sachen, die uns weiter schlemmen ließen. In diesem Restaurant gibt es einen Stock tiefer eine Spielhalle für Kinder. Während die Eltern in Ruhe oben fein dinieren, werden die Kinder unten betreut. Zur Überwachung gibt es Bildschirme an den Wänden, über die man seinen Kindern beim Spielen zusehen kann. Unsere Bäuche waren voll vom vielen Essen und wir hatten einen sehr netten, letzten Abend in Istanbul.

Wieder zu guter Letzt die Kostenaufstellung meines Kurztrips nach Istanbul:

Unbenannt

Mein Resümee nach meinem Kurztrip nach Istanbul: Es ist die erste Stadt, in die ich noch einmal reisen würde – und ich war schon in einigen Städten. Istanbul ist absolut ein Abstecher wert! In diesem Sinne „güle güle“ und bis zum nächsten Eintrag.

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