Kennst du diese 7 Geheimnisse über die USA Westküste?
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Kennst du diese 7 Geheimnisse über die USA Westküste?

Du planst eine Reise an die Westküste Amerikas und möchtest gut informiert sein? Dann lies dir am besten die folgenden Tipps durch.

  • Geheimnis #1 . . . über die Verhaltensweise der Amerikaner an der USA Westküste

Gleich vorweg, die Verhaltensweisen der Amerikaner variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat. Ich habe die Amis als offen, warmherzig und freundlich kennen gelernt. Sie sind überschwänglich und immer Feuer und Flamme. Das kann zu Beginn befremdlich sein.

Die Amerikaner fragen gerne nach und erzählen ausführlicher als Unsereins es tut. Wir Österreicher sind eher kurz angebunden, gerade wenn fremde Leute Fragen stellen. Wir geben überwiegend kurze Antworten, die das enthalten was notwendig ist, um die Frage adäquat zu beantworten. 🙂 Bei den Amis werden sowohl Fragen als auch Antworten ausgeschmückt. Es wird zusätzlich erklärt oder näher darauf eingegangen, obwohl dies überflüssig ist. So entwickelt sich wiederrum ein längeres Gespräch daraus.

  • Geheimnis #2 . . . als Tourist an der USA Westküste

Sobald klar ist, dass du Tourist bist, steigt das Interesse. Die Amis wollen wissen, woher du kommst und wie deine genaue Routenplanung an der Westküste aussieht. Oft entwickelt sich daraufhin ein längeres Gespräch. Dadurch haben wir öfters eine Einladung zu einer gratis Campingplatz-Übernachtung erhalten.

Wie im oberen Teil erwähnt, reden die Amis gerne und viel. Es beginnt beim Einchecken in ein Motel. Da heißt es nicht: „Name und Pass bitte.“ sondern: „Hallo, wie geht es euch? Heut ist es heiß draußen. Ich war nach der Schule mit meinen Kindern schwimmen und jetzt machen sie gerade ein kleines Schläfchen“. Skurril? Das ist uns täglich passiert, dass die Menschen private Details in einem ersten Gespräch preisgaben.

Wir haben teilweise versucht, uns diesem Gesprächsstil anzupassen und unsere Konversationen auszuschmücken. Vor allem für mich war das eine große, fast unüberwindbare Herausforderung, da ich mich gerne kurzhalte. Großes Ausschmücken von Erlebnissen sind allgemein nicht meine Stärke und wenn, dann nur bei meinen allerengsten Freunden. Somit bin ich bei diesem Vorhaben kläglich gescheitert.

  • Geheimnis #3 . . . über das Verhalten in den Restaurants der USA Westküste und das Trinkgeld

In den meisten Restaurants ist das Refill-System selbstverständlich. Das bedeutet, du zahlst einen Soft Drink oder einen Kaffee und kannst soviel nachschenken wie du möchtest. Du solltest dich nicht schlecht bedient fühlen, wenn dir die Servicekraft die Rechnung direkt nach dem Essen bringt. Dies ist hier üblich, da die Amerikaner nicht dazu neigen, ewig lange in einem Restaurant sitzen zu bleiben.

Nicht nur das Refill-System war neu für mich. Sondern auch, dass sich der Kellner der deinen Tisch bedient, gleich zu Beginn mit seinem Vornamen vorstellt: „Hallo ich bin Mike und für heute dein Kellner. Solltest du irgendetwas brauchen oder Fragen zur Karte haben, bin ich jederzeit für dich da.“ Dies ist eine normale Begrüßung. So vorbildlich wie die Begrüßung ist, so vorbildlich ist zumeist der Service.

Aufgepasst, wenn du einen Eistee bestellst, bekommst du nicht den bei uns herkömmlichen Eistee. Hier wird dir ein kalter und ungezuckerter Schwarztee serviert.

In der Rechnung ist meist kein Trinkgeld enthalten und wenn doch, ist es auf der Rechnung vermerkt. Üblicherweise gibt man zwischen 20% und 25% Trinkgeld, je nachdem wie zufrieden beziehungsweise unzufrieden du bist, kann sich das Trinkgeld bis auf 15% reduzieren. Bei 10% Trinkgeld schließt der Kellner darauf, dass der Service richtig schlecht war. Nicht nur im Restaurant, auch sonst ist prinzipiell alles exkl. Steuern angeschrieben. Diese kommen erst beim Bezahlen dazu.

  • Geheimnis #4. . . über die Wasserarmut an der USA Westküste und die amerikanische Güte

Wie bekannt ist, herrscht in Kalifornien seit 2011 eine starke Dürre, California Drought genannt. Trotzdem lassen es sich die Amerikaner nicht nehmen, in den meisten Restaurants oder Cafés automatisch ein Glas Wasser hinzustellen. Es ist kostenfrei und niemand ist gezwungen etwas zu trinken zu bestellen. Hut ab! Da können wir uns eine riesengroße Scheibe davon abschneiden. Wir haben nicht nur gutes Trinkwasser, sondern dies in Hülle und Fülle.

  • Geheimnis #5 . . . über das notwendige Übel

Eines der Themen auf Reisen, das mich oftmals und am meisten beschäftigt, ist das aufs Klo gehen. 🙂 In Amerika ist zwischen Klotür und Boden ein Abstand von 30 Zentimetern. Weiteres ist ein kleiner Spalt zwischen Tür und Verriegelung, sodass ich mich beobachtet fühlte.

Das durchaus Positive an den amerikanischen Toiletten ist, dass Klopapier immer zur Genüge vorhanden ist. Die Klos sind durchweg sauber, egal ob auf der Tankstelle, am Campingplatz oder im Club. Dies liegt vielleicht daran, dass es vor allem in Clubs ausreichend Angestellte gibt. Diese kümmern sich um die Sauberkeit der Toiletten und reichen den Clubbesuchern ein Handtuch nach dem Händewaschen.

  • Geheimnis #6 . . . über das Autofahren und die Straßenregeln an der USA Westküste

Das Autofahren ist in den Staaten meiner Meinung nach entspannt. Die Straßenschilder sind alle beschriftet und somit ist deren Bedeutung klar. Manches Mal wunderte ich mich, ob die Schilder nicht zu übergenau sind. Da fällt mir beispielsweise das Schild ein, bevor du in einen Tunnel fährst. Darauf steht geschrieben, dass du im Tunnel langsamer fahren, das Licht einschalten, die Sonnenbrille abnehmen und auf andere Autofahrer Acht geben sollst. So genau müsste es für uns Österreicher nicht sein, da sich solche Dinge normalerweise von selbst erklären.

Auch der Spurwechsel ist einfach erklärt: Wähle eine Spur und bleib dabei. Jeder hält sich sehr strikt an die Regeln und hält an, wenn ein Fußgänger oder Radfahrer die Straße überqueren möchte. In den jeweiligen Nationalparks gibt es niedrigere Geschwindigkeitsbeschränkungen an die es sich besser zu halten gilt. Gerade in den Naturschutzgebieten gibt es einige Regeln, die strikt befolgt werden.

  • Geheimnis #7 . . . über die amerikanischen Mythen, an denen wir uns so gerne festhalten

Kommen wir zu den amerikanischen Mythen. Davon muss ich einige widerlegen. Von den vielen dicken Leuten über die erzählt wird, ist in Kalifornien nichts zu sehen. Ich habe mir erklären lassen, dass dies an der West- und Ostküste beziehungsweise in großen Städten nicht vorkommt. Die Übergewichtigkeit ist auf die fehlende Bildung und Aufklärung über Ernährung zurückzuführen und auf ein knappes Haushaltsgeld, über das eine Familie verfügt. Die gesunden Lebensmittel wie zum Beispiel zwei Stück Zucchini sind um einiges teurer als beispielsweise eine Tüte Kartoffelchips. Somit sind die dicken Menschen eher im Landesinneren zu finden.

Einen weiteren Mythos, den ich aufklären möchte, ist der der Großpackungen in Supermärkten. Vielleicht waren wir in den falschen Supermärkten, aber uns flogen keine überdimensionalen Packungen von Chips oder Cornflakes entgegen.

Der letzte Mythos wäre der des Internets. Nein, es gibt nicht überall Wi-Fi. Nicht in allen Lokalen gibt es die Möglichkeit sich in einen Internetzugang einzuloggen. Vor allem in den Nationalparks ist von Hi-Tech keine Spur. Teilweise verfügen Cafés oder Restaurants in den Städten über keinen Internetzugriff.

Welche Geheimnisse über die Westküste kennst du noch? Ich freue mich wenn du diese mit mir teilst. 🙂

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02 Kommentare

  1. herbb

    Hallo Christina, ich war zwischen 2005 und 2013 fünf Mal in den USA. 2013 bin ich und meine Frau mit dem Fahrrad von New Orleans nach Clearwater /Florida gefahren. Dadurch hab ich das Land noch intensiver kennengelernt.
    Toiletten:
    Ist mir auch aufgefallen. Durchsicht bis zum Mittelmeer. Du kannst genau erkennen welche Unterhose dein Sitznachbar trägt. Und das im prüden Amerika. Ich habe dann meistens in die Behindertentoilette aufgesucht. Die ist erstens überall vorhanden und zweitens so groß dass du vor unerwünschten Einblicken sicher bist. Wenn ich wieder mal in einer stinkigen, kleinen deutschen Baumarkttoilette bin wünsche im mir immer eine amerikanische Toilette. Hier stinkt nichts und sie sind immer äußerst sauber.
    Großpackungen:
    In Sachen große Chipspackungen muss ich dir widersprechen. Wir waren zu zweit mit dem Rad unterwegs und mussten aus Platzgründen ein bisschen auf aufpassen was wir einkaufen. Oft konnten wir nichts kaufen weil wir die extrem großen Packungen oder z. B. gummigen Brötchen im 10er Pack nicht untergebracht hätten oder nach 2 Tagen hätten entsorgen müssen.
    Dicke menschen:
    Hab ich im Westen wie im Osten in Hülle und Fülle gesehen

    Viel Spass bei deinen weiteren Reisen
    herbb

    15. Juni 2017 Antworten
    • Christina Strasser

      Hallo Herbb,
      Danke für dein Kommentar. Das finde ich ja toll, dass du mit dem Fahrrad unterwegs warst. Ist immer schön wenn man auf diese Art das Land intensiver wahrnehmen kann. 🙂
      Ja, die Klo’s sind wirklich gewöhnungsbedürftig.
      Vielleicht war ich immer in kleinere Supermärkten, ich hätte gerne die riesigen Packungen gesehen oder ich hab nicht genau geschaut. Obwohl in den Kinos waren zb. die Soft-Drink-Becher wirklich riesig. Da ist dort ein Small so wie bei uns ein Large-Becher.
      Ich habe in den 3 Wochen drei dicke Menschen gesehen, aber die waren dafür wirklich extrem übergewichtig. :/
      Schön, dass du hier auch deine Eindrücke schilderst, das freut mich sehr. 🙂
      Liebe Grüße, Christina

      16. Juni 2017 Antworten

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